Abschied von Diversitygerechtes Ausgehen in Berlin (DAB)
Nach fünf Jahren endet Diversitygerechtes Ausgehen in Berlin (DAB) als Projekt.
DAB war ein gemeinsames Projekt der Clubcommission und Eine Welt der Vielfalt e.V. und wurde gefördert durch die Senatsverwaltung für Justiz, Vielfalt und Antidiskriminierung sowie die Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung.
Über die gesamte Laufzeit hinweg wurde DAB von dem Engagement, der Expertise und dem Vertrauen zahlreicher Akteur:innen aus der Berliner Clubkultur getragen. Die Einbindung vielfältiger Perspektiven, die Stärkung unterrepräsentierter Gruppen und der gemeinsame Einsatz für eine gerechtere Clublandschaft prägten die Arbeit des Projekts.
DAB endet als Projekt, doch die Idee trägt weiter. Die im Projekt entwickelten Ansätze, Netzwerke und Impulse wirken fort – in Kollektiven, Initiativen und bei all den Menschen, die sich für eine offene, solidarische und vielfältige Clubkultur einsetzen.
Die Themen Awareness und Diversität werden auch weiterhin von der Clubcommission bearbeitet.
Informationen zu aktuellen Angeboten, Formaten und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit finden sich bei der Awareness Akademie der Clubcommission.
Wir danken allen Wegbegleiter:innen, Trainer:innen, Partner:innen und Teilnehmenden für fünf Jahre Vertrauen, Austausch und gemeinsame Arbeit.
ACT
Schock und Ohnmacht sind typische Reaktionen, wenn jemand einen Übergriff erlebt. Es ist normal, sich alleine und machtlos zu fühlen. Gerade wenn Du Zeug:in von Diskriminierung oder Gewalt wirst, ist es wichtig, nicht weg zu schauen. Manchmal handeln Menschen nicht, weil sie Angst haben, etwas Falsches zu tun. Meistens hilft es Betroffenen, wenn Du handelst. Du kannst im Nachhinein Dein Verhalten reflektieren. Wenn Du selbst von Diskriminierung betroffen bist: Übergriffe sind niemals Deine Schuld und Du hast einen Anspruch auf Unterstützung von anderen.
RESPECT
Die Person, die Gewalt erfahren hat, ist der:die Expert:in in der Situation. Wenn Du selbst betroffen bist, ist Deine Einschätzung korrekt. Es ist nicht die Aufgabe des Umfelds, zu entscheiden, wie schlimm das Geschehene ist. Vertraue Deiner Wahrnehmung, hol Dir Unterstützung oder verlasse die Situation, wenn du kannst. Wenn Du Zeug:in eines Übergriffs bist, frag die betroffene Person, was sie braucht und respektiere die Antwort. Deine eigene und die Sicherheit der betroffenen Person haben Vorrang.
CARE
Diskriminierung und Übergriffe sind schmerzhaft und real. Versuche, Deine Erfahrung ernst zu nehmen und gib’ Dir Zeit, einen Umgang zu finden. Wenn Du einer betroffenen Person zur Seite stehst, gib ihr Raum. Manchmal brauchen andere Menschen etwas anderes als das, was für dich selbst stimmig wäre. Oftmals brauchen betroffene Personen auch nach dem Übergriff Unterstützung. Frag’, ob die Person zum Beispiel zur Bahn gebracht werden möchte. Wenn Du überfordert bist, hol’ dir Unterstützung, zum Beispiel vom Personal.
Diskriminierung und Übergriffe passieren überall, auch in Clubs, die sich als Safer Spaces verstehen. Deshalb ist es wichtig, Strategien zu kennen, damit umzugehen. Zwar gibt es keine perfekten Lösungen für Gewalt, aber ein paar Grundsätze, um besser auf sie zu reagieren. Unser Ansatz stellt Betroffene in den Mittelpunkt und bezieht das Umfeld mit ein.
Was kann ich tun, wenn ich selbst einen Übergriff erlebe oder beobachte?
- Bleib möglichst ruhig.
- Begebe dich in ein sicheres Umfeld.
- Handele nicht alleine und suche dir Unterstützung, z.B. beim Personal.
- Gehe auf die akuten Bedürfnisse der betroffenen Person ein.
- Glaube dabei der betroffenen Person, sie hat immer Priorität.
Das Projekt »Diversitygerechtes Ausgehen in Berlin – DAB« ist ein Kooperationsprojekt von Eine Welt der Vielfalt e.V. und der Clubcommission e.V. und wird gefördert von der Senatsverwaltung für Justiz, Vielfalt und Antidiskriminierung und der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung.